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Market 83 - Oktober 2010

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03.11.2010 - 15:56 - Luxus

MB&F Horological Machine No4 Thunderbolt

Eine traditionelle Armbanduhr hat eine klar umrissene Aufgabe: Sie soll möglichst genau die Zeit anzeigen. Dazu braucht man mindestens einen Minuten- und einen Stundenzeiger. Eine Gangreserveanzeige ist auch nicht schlecht. So hat der Träger die Kontrolle darüber, ob und wann die Uhr wieder aufgezogen werden muss, damit sie nicht stehen bleibt. Die Horological Machine No4 Thunderbolt hat alles das: einen Minuten-, einen Stundenzeiger und eine Gangreserve – aber sie ist dennoch alles andere als eine traditionelle Armbanduhr.

 

 

Gehäuse und Uhrwerk bilden eine feste Einheit. Keines kann ohne das andere existieren und doch: Beide sind so einzigartig, dass jedes für sich als ein kleines Kunstwerk gelten kann – ein Kunstwerk, das den Betrachter auf subtile Art und Weise an die Fliegerei erinnert.

Die „Maschine“, so nennt man bei MB&F das Uhrwerk, ist das Ergebnis von rund drei Jahren Entwicklungsarbeit. Jedes der mehr als 300 Einzelteile – inklusive Gangregler und sogar der Schrauben – wurde ganz speziell für dieses anarchistische Uhrwerk entwickelt. Zwei parallel geschaltete Federhäuser geben ihre Kraft über zwei vertikal angeordnete Räderwerke in die beiden Gehäuseoberteile – rechts wird die Zeit angezeigt, links die Gangreserve.

Die Maschine der HM4 Thunderbolt jedoch allein über ihre Funktionen verstehen zu wollen, ist in etwa so, als wolle man Renoirs Kunstwerke mit der chemischen Zusammensetzung ihrer Farben erklären. Wirklichen Zugang zu dieser Uhr bekommt der Betrachter nur, wenn er Konstruktion und Komposition von Uhrwerk und Gehäuse in Ruhe auf sich wirken lässt. Das aus Saphirglas gefertigte Gehäusemittelteil sowie weitere Sichtfenster an Ober- und Unterseite der Uhr geben reichlich Gelegenheit, in den mikromechanischen Kosmos der Thunderbolt einzutauchen.

Die aerodynamische Form des Titan-Saphir-Gehäuses kommt nicht von ungefähr: Maximilian Büsser baute in seiner Kindheit mit großer Leidenschaft Flugzeugbausätze zusammen. Nun, bei der HM4, setzte er die Formensprache der Modellflugzeuge in einem Zeitmesser um. Der wirkt noch deutlich futuristischer als die bisherigen Modelle aus der MB&F-Uhrenschmiede, was nicht zuletzt auch am Material und dessen Bearbeitung liegt. Das transparente Gehäusemittelteil ist schon ein Kunstwerk für sich. Mehr als 100 Bearbeitungsstunden brauchte es, um aus einem massiven, milchigen Glasblock ein vollkommen transparentes, komplex geformtes Schaufenster für die Mikromechanik zu machen.

Auch wenn das Ganze wirklich wie ein Kunstwerk wirkt, es ist keine Kunst um der Kunst willen: Jede Komponente und jede Formgebung hat einen technischen Hintergrund. So garantiert die Bandbefestigung in Form eines Tragflächengerippes erstklassigen Tragekomfort, und beste Ablesbarkeit der Anzeigen gibt es quasi nebenbei. 

Mehr Info: MB&F