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Market 83 - Oktober 2010

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19.08.2010 - 11:23 - Technologie

Bundesrat will Potenziale im Laborbereich besser nutzen

Bei den Labors des Bundes sollen Optimierungspotenziale besser genutzt werden. Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung von einem Bericht, der die Laborsituation des Bundes überprüfte, Kenntnis genommen und das weitere Vorgehen festgelegt.

Der Bund wendet jährlich rund 170 Millionen Franken für seine Labors auf. Die heutige Laborlandschaft ist historisch gewachsen und erfüllt ganz unterschiedliche Anforderungen. Entsprechend breit gefächert sind die Einsatzgebiete und die benötigten Fachkompetenzen. Die vom Bundesrat im Rahmen der Aufgabenüberprüfung veranlasste Studie stellt nun erstmals eine Gesamtbetrachtung der Laborsituation her.

Im Bericht wurden 21 Labors erfasst (ohne ETH-Bereich), bei denen rund 660 Mitarbeitende beschäftigt sind. Die flächenmässig grössten Labors befinden bei Agroscope (EVD), beim METAS (Bundesamt für Metrologie, EJPD) sowie beim BAG (Bundesamt für Gesundheit, EDI). Kürzlich eröffnet wurde ein Neubau beim Labor Spiez (VBS) mit einem Investitionsvolumen von 29 Millionen Franken.

Die Studie kommt zum Schluss, dass aufgrund der dezentralen Organisation und Ausrichtung Investitionen und Ressourcenallokationen bisher nicht genügend aufeinander abgestimmt erfolgten. Ausgehend von dieser Erkenntnis werden Optimierungsfelder bei den Bundeslabors identifiziert.

Aufgrund der Anträge der Studie hat sich der Bundesrat für eine stärkere Konzentration und bessere Abstimmung unter anderem im Bereich des Einkaufs von Sach- und Investitionsgütern, der chemischen Routineanalytik oder des Strahlenschutzes ausgesprochen. Längerfristig soll mit einer Laborstrategie die Grundlage geschaffen werden, die Leistungs- und Kostenpotenziale aus einer departementsübergreifenden Gesamtsicht zu realisieren und künftige Entscheide für Investitionen abgestimmt zu tätigen. Ziel ist es, Laborkompetenzen und Ressourcen möglichst effektiv und effizient einzusetzen und so die Leistungsfähigkeit der Bundeslabors weiter zu professionalisieren.